Hundemarke

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1893, Kupferblech
6 × 4,5 cm
Spende: Herr Rückert, 1963

Hundemarken dienen der Identifizierung von Hunden und weisen aus, dass der Besitzer Hundesteuer zahlt. Diese, in Rixdorf seit 1834 erhoben, wird eingeführt, um die Pflasterung der Straßen mit Gehwegplatten zu finanzieren. 1907 zahlt ein Neuköllner Hundebesitzer rund 25 Mark Hundesteuer jährlich. Das entspricht damals dem halben Monatslohn eines Arbeiters. Diese Hundemarke von 1893 zeigt, dass die Vierbeiner schon lange ihre Neuköllner Besitzer begleiten. Für die einen sind sie treue Freunde des Menschen, für andere Verschmutzer 
des öffentlichen Raums.


Wir m├Âchten an den Erfahrungen unserer Besucher partizipieren. Schreiben Sie uns ihre Geschichten oder Erfahrungen zu diesem Objekt auf.
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Hundemarke

Kommentare

  1. Rudolf schrieb am 10.06.2010 um 09:52 Uhr
    Wissen Sie, dass es dank einer B├╝rgerinitiative seit 1985 in Neuk├Âlln gegen den erkl├Ąrten Willen aller Parteien die erste hundefreie Zone gibt? Sieben Familien haben den Verein "Kinderfreundliche Stadt" gegr├╝ndet, Flugbl├Ątter gedruckt, Unterschriften gesammelt, Leserbriefe geschrieben und alle Abgeordneten besucht, bis der Zaun um den Britzer Garten - wie er sp├Ąter genannt wurde - erhalten blieb. Bedrohungen und Anfeindungen durch Hundehalter haben wir ├╝berlebt und das Wichtigste, es ist ein wundersch├Âner Park erhalten geblieben, den wir heute mit unseren Enkeln besuchen k├Ânnen. ├ťbrigens hat damals Frank Bielka als erster Politiker entgegen der politischen Einheitsmeinung bei uns unterschrieben! Ihm und etwa 800 B├╝rgern verdanken wir das Kippen der ├Âffentlichen Meinung. Freuen Sie sich mit uns, heute, 25 Jahre sp├Ąter!

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