Wechselausstellungen

Die Sache mit der Religion

12. Mai – 30. Dezember 2017
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 11.5.2017, 19 Uhr

Fast die Hälfte der Menschen, die in Neukölln leben, gehört einer Religions-gemeinschaft an. Neben zahlreichen Kirchen und Gebetssälen christlicher Gemeinden gibt es in Neukölln auch 18 Moscheen, zwei Hindu-Tempel und ein buddhistisches Zentrum. Neukölln ist längst ein multireligiöses Gemeinwesen geworden, in dem Menschen verschiedenster Religionen und Konfessionen miteinander leben und im Austausch miteinander stehen. Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung gehört allerdings keiner Religionsgemeinschaft an. Unter ihnen gibt es viele, die nicht an die Existenz eines Gottes glauben. Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums erforscht das Museum Neukölln gemeinsam mit Schüler*innen den religiösen Alltag im Bezirk.

In acht durchlässigen Themennischen präsentiert die Ausstellung einen vielseitigen Zugang zu den Weltreligionen. In Filmbeiträgen beantworten Expert*innen von Schüler*innen erarbeitete Fragen, die auch im Zusammenhang mit gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Debatten stehen. Religiöse Alltagsobjekte, die zu einem großen Teil in Neukölln erworben wurden, geben einen dinglichen Zugang zur religiösen Praxis der hier lebenden Menschen. Historische Zeugnisse geben Aufschluss über die mitunter lange Tradition religiösen Lebens in Neukölln und zugleich ihre gestiegene Vielfalt in einer offenen Gesellschaft.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Museums Neukölln mit acht Neuköllner Schulklassen der Albert-Einstein-Oberschule, dem Albrecht-Dürer-Gymnasium, dem Campus Efeuweg, der Evangelischen Schule Neukölln sowie der Katholischen Schule St. Marien.

Website zur Ausstellung: www.religion-in-neukoelln.de


Zum Trailer der Ausstellung.

Bildergalerie

Ausschnitt aus einem Kirchenfenster der Magdalenen-Kirche, Foto: Lukas Fischer
Detail einer Holzskulptur in der Kirche der St. Clara Gemeinde, Foto: Lukas Fischer
Detail eines Messinstruments in der Archenold-Sternwarte, Foto: Luaks Fischer
Detail eines Wandbehangs in der Synagoge am Fraenkelufer, Foto: Lukas Fischer
Detail in der Sehitlik-Moschee, Foto: Lukas Fischer
Detail in der Sehitlik-Moschee, Foto: Lukas Fischer
Detail der Au├čenfassade des Sri Mayurapathy Murugan Tempels, Foto: Lukas Fischer
Detail eines Wandbehangs im Buddhistischen Tempel Nackartsra├čenzentrum, Foto: Lukas Fischer

Stolpersteine in Neuk├Âlln

Erinnerungskultur von unten
Eine Ausstellung des Mobilen Museums Neukölln


Stolpersteine machen täglich im Straßenbild von Neukölln auf die persönlichen Schicksale von Opfern des Nationalsozialismus aufmerksam. Jeder einzelne Stein symbolisiert die Leerstelle, die entstand, weil ein Mensch von den Nationalsozialist*innen gewaltsam aus seiner Nachbarschaft gerissen wurde.
In ihrer Gesamtheit ergeben die von Gunter Demnig entworfenen Steine die von Joseph Beuys beschriebene „soziale Skulptur“ – ein Kunstwerk, das durch die Partizipation vieler einzelner Menschen zum Wohl einer Gesellschaft beiträgt.
Die Ausstellung stellt ausgewählte Neuköllner Bürger*innen vor, für die ein Stolperstein verlegt wurde. Sie zeigt die verschiedenen Akteur*innen und Organisationen, die sich mit großem sozialen Engagement für die Erinnerungsarbeit im Bezirk einsetzen.

Informationen zu pädagogischen Führungen und  Workshops für Schulklassen erhalten Sie über die Museumslehrerinnen Anja Mutert und Silvia Haslauer:
museumslehrer@museum-neukoelln.de

Stationen der Ausstellung
25.01.–15.02.2017   Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Str. 83

16.02.–25.02.2017   Neukölln Arcaden, Karl-Marx-Str. 66

27.02.–22.04.2017   Neuköllner Tor, Karl-Marx-Str. 231–235

24.04.–02.06.2017   Albert-Einstein-Gymnasium, Parchimer Allee 109

14.08.–07.09.2017   Helene-Nathan-Bibliothek, Karl-Marx-Str. 66

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitmagazin.

Foto: A. Simon, 2009

Foto: A. Simon, 2009

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