Wie ein emotionaler Urknall

Schnabel_01Jörg Sch. ist erst vier Jahre alt, als er zum ersten Mal eine Schallplatte von Elivs Presley in der Plattensammlung seiner Eltern entdeckt. Der Song „Don’t Be Cruel“ ist eine Initialzündung für ihn – er begreift zum ersten Mal Musik als Ausdruck von Gefühlen. Von nun an lässt ihn diese Musik nicht mehr los. Mit sieben Jahren kauft er sich die erste Elvis-Presley-Platte von seinem Taschengeld. „I Got Lucky“ wird sein Lieblingslied.


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“Das ist ›the Power of Music‹“

Calfapietra_01WebDario C. lebt noch in Rom, als er vor fünf Jahren in dem Musikfilm „Almost Famous“ auf den Song Tiny Dancer stößt. Sofort kauft er den Soundtrack auf CD, aber schnell ist klar: Diesen Song muss er auf Vinyl haben. Denn Musik, die ihn berührt, braucht er als Platte. Inzwischen ist Dario nach Berlin gezogen und hat mit einem italienischen Freund in der Hobrechtstraße die Café-Bar misu&musi eröffnet. Der Name steht für Tiramisu und Musik. An den Wänden hängen Plattencover und die Speisekarte wird in einer Plattenhülle gereicht, denn für Dario ist Musik so wichtig wie Essen und Trinken.
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Erfolgreiche Tauschgeschäfte und erfolglose Tanzstunden

Berger_01WebDiese Schallplatte hat Hans-Joachim B. ausnahmsweise in einem Trödelgeschäft in der Emser Straße gekauft. Ansonsten gelangt der größte Teil seiner Single-Sammlung durch einen regen Tauschhandel in seinen Besitz, den er als Schüler Ende der fünfziger Jahre betreibt und der dafür sorgt, dass sich einige Raritäten unter seinen Singles befinden.
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„Wir haben tatsächlich geglaubt, man könnte die Welt durch Musik verändern“

Haberland_01WebDie Clique aus zehn Jungen trifft sich regelmäßig nach der Schule an der Ecke Hobrecht- und Sanderstraße. Einer von ihnen bringt einen Kofferplattenspieler mit, die anderen ihre Singles. Da Heinz H. als Belohnung für ein gutes Zeugnis Geld bekommt, kann er sich im Elektrogeschäft am Kottbusser Damm endlich die Single „Paint it, Black“ von den Rolling Stones kaufen. Die Platte wird beim nächsten Treffen in voller Lautstärke abgespielt. Und dann wird gerockt und getanzt, was das Zeug hält – auch ohne Mädchen.
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“… der ist völlig durchgedreht!”

Wiesneth_01Die schillernde Persönlichkeit des Popstars Prince zieht den fünfzehnjährigen Internatsschüler Norbert W. in seinen Bann. „Sign O’ the Times“ kauft er sich 1987, als er während der Ferien zu Hause ist, und überspielt sie auf Kassette. Damit kann er sie im Internat ungestört auf einem Walkman hören. Es ist nicht nur die Musik, die er spannend findet, sondern auch die Texte, mit denen Prince auf gesellschaftliche Probleme hinweist.
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