Was bedeutete das Kriegsende? Befreiung oder Niederlage?

Herz_FamilieHanns- Peter Herz, der als Kind als sogenannter Halbjude die Verfolgungen der Nationalsozialisten in der Hufeisensiedlung erleben musste, beschrieb die Bedeutung des Kriegsendes folgendermaßen:

„Mit dem 8. Mai 1945 ging die Periode der Schuld und Verstrickung zu Ende. Wir wurden befreit. Wir die Verfolgten des Nationalsozialismus. Aber auch die schweigende Mehrheit unseres Volkes und die Masse der Mitläufer entkam dem Wahnsinn Hitlers. Er wollte das deutsche Volk in seinen Untergang hineinziehen. Ihm wäre die Vernichtung des eigenen Volkes – nach Erkenntnis der Niederlage – die liebste aller Konsequenzen gewesen. In diesem Sinne haben alle, die den 8. Mai erlebten, Grund zur Dankbarkeit und zum klaren Bekenntnis: Deutschland ist befreit worden. Natürlich hat die Tatsache der Niederlage auch schmerzliche Konsequenzen gehabt, die immer noch nicht völlig überwunden sind. Aber wir dürfen es nicht zulassen, dass Ursache und Wirkung verwechselt oder gar außer Acht gelassen werden.“
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Vegetarische Bratlinge

Zu Gast bei Jenny und Lukas in der Jonasstraße

Für den heutigen Abend haben Jenny und Lukas den Arbeitstisch im Wohnzimmer leer geräumt und so im Raum platziert, dass sechs Personen bequem an ihm Platz nehmen können.

Seit ihre gemeinsame Tochter Smilla vor zehn Monaten geboren wurde, sind Aktivitäten mit den Freunden etwas in den Hintergrund getreten, sodass es heute Abend das erste Mal ist, das die Gruppe nach Wochen in dieser Konstellation wieder zusammentrifft.
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Um 16 Uhr hat die verruchte Deutsche Armee kapituliert.

Der Schneider Hugo B. schreibt am Donnerstag, den 2. Mai 1945 in sein Tagebuch:

“Heute haben wir unsere Sachen aus dem Keller herauf gebracht (…) Wir bleiben heute das erste Mal wieder in der Wohnung. Es gibt Brot beim Bäcker – tausende stehen danach an. In der Stadt immer noch Kämpfe zwischen Russen und deutschen „Wehrwölfen“. –
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Der Krieg ist aus!

mnk_83_ico_frei_stoffpuppenmaxundmoritzAm 28. April 1945 ist in Neukölln der Krieg zu Ende.

Martin Ohm, erster Bezirksbürgermeister Neuköllns, beschreibt das Kriegsende:

„Wenig später rollten sowjetische Panzer klirrend durch die Straßen Neuköllns. Der Volkssturm und die Waffen- SS hatten sich zurückgezogen. Die Bevölkerung saß in Luftschutzkellern. An der Schulenburgbrücke war allein HJ zur Verteidigung geblieben und mußte dort das junge Leben
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Was naht sich uns, Freunde oder Feinde, Eroberer, oder Befreier?

Der Schneider Hugo B. schreibt am Donnerstag, den 26. April 1945 in sein Tagebuch:

Bald danach krachten in Abständen von einer Sekunde sechs Schüsse durch Flur und Hof. Es ist anzunehmen, daß es sich hierbei um Schreckschüsse aus einer Revolverkanone handelte, denn der bekannte Ton und ebenso der Umstand, daß man keine Einschläge hörte, lassen keinen anderen Schluß
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