Wie ein Kuchenteller

Rundvitrine vor dem Einbau, Foto: Barbara Hoffmann

Rundvitrine vor dem Einbau, Foto: Barbara Hoffmann

Vier dieser Rundvitrinen gibt es im neuen Ausstellungsraum, alle ausgestattet mit einem beweglichen Touchscreen, der sich um 360° im Kreis drehen lässt. „Wie auf einem Kuchenteller schwebt der Monitor um den Pfeiler“, meint Ausstellungsdesignerin Katja Locke von der Firma eckedesign. Das sieht allerdings nur so aus, denn in Wahrheit dreht sich der komplette Boden, mit dem der Monitor verbunden ist, auf Rollen. Die Stromversorgung erfolgt über einen Schleifring.

Der Boden der gläsernen Vitrine wiederum ist darüber aufgehängt (siehe Bild unten). Damit bleiben die gezeigten Exponate in der Rundvitrine immer an ihrem Platz, während der Nutzer zusammen mit dem touchscreen „wandern“ kann.„Wie ein guter Gastgeber, der auf alles eine Antwort geben kann, begleitet der Monitor den Besucher“, findet Katja Locke.

Für die Ausstellungsdesigner waren die Verhältnisse im alten Pferdestall schon eine Herausforderung. Unter anderem vier Holzstützpfeiler fanden sie vor, um die ein Großteil der Ausstellung drapiert werden musste. „Und 99 zum Teil große Objekte auf nur 100 Quadrametern Ausstellungsfläche unterzubringen, war die zusätzliche Aufgabe. Denn der Raum sollte nicht zugestellt werden, sondern die Wirkung erhalten bleiben.“

Jedoch haben die diagonalen Holzpfeiler, die „nach oben wie ein Baum aufgehen“, auch einen eigenen ästhetischen Wert. Darum mag die Ausstellungsdesignerin der Frage auch nicht zustimmen, ob man hier aus der Not eine Tugend gemacht habe. „Jeder Raum hat seine Besonderheiten und erfordert eine individuelle Lösung.“

Der Einbau der Rundvitrinen mit ihren technischen Innereien war in den letzten beiden Tagen eine der Aufgaben. Foto: Thomas Marheinecke

Der Einbau der Rundvitrinen mit ihren technischen Innereien war in den letzten beiden Tagen eine der Aufgaben. Foto: Thomas Marheinecke

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