Kidduschbecher

um 1900, Blech, Silberblech, Messingblech
Höhe: 4,5 cm, Durchmesser: 4 cm
Hersteller: Firma Jarra, Spende: Familie Brandt, 1988


Diese Trinkbecher erzählen vom Schicksal einer jüdischen Familie, die in Neukölln eine Eierhandlung betrieben hat. Simon und Rachel Adler verlieren
im Nationalsozialismus nicht nur ihr Geschäft. Ihr Sohn Heinrich wird 1940 in einer „Euthanasieaktion“ ermor­det. Seinen Brüdern Erich und Bernhard
gelingt zuvor die Flucht nach Palästina und Dänemark. Die Eltern werden 1944 in Auschwitz ermordet. Die Becher für den Segensspruch Kiddusch, mit dem Wein und Brot geweiht werden, übergeben Rachel und Simon Adler kurz vor ihrer Deportation der nichtjüdischen Familie Brandt, die sie aufbewahrt.

Kidduschbecher

Kommentare

  1. Verfügen Sie über mehr Information zum Schicksal von Heinrich Adler?

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