Vom Naturhistorischen Schulmuseum zum Gedächtnis der Region

Emil Fischer und seine erste Ausstellung

Emil Fischer und seine erste Ausstellung

Ein Museum verändet sich immer mit den Menschen, welche es gestalten. Das Museum Neukölln hat schon viele Veränderungen erfahren und da wir jetzt einen neuen Abschnitt beschreiten, blicken wir ein bißchen zurück.

Der erste Museumsvater war Emil Fischer, welcher das Museum 1897 in Rixdorf gründete. Der Lehrer richtete das „Naturhistorische Schulmuseum“ in einer Dorfschule in der Mühlenstraße, heute Karl-Marx-Platz, ein. In einer Zeit, in der viele Schulen kaum Lehrmittel zur Verfügung hatten, wollte er zur Volksbildung beitragen und vor allem die Grundlagen der Gesundheitsfürsorge vermitteln. Doch fehlendes Wissen über Präsentation und ungeeignete Räumlichkeiten erschwerten den Start der noch kleinen Sammlung. Schon ein Jahr später zog das Museum das erste Mal um, denn die Schule musste dem Hohenzollerndenkmal weichen. Nach weiteren Standorten in verschiedenen Neuköllner Schulen bezog das Museum 1961 die ehemaligen Räume der Stadtbibliothek in der Ganghofer Straße. Dort entwickelte sich das Haus zum überregionalen Publikumsmagnet, besonders seit der jetzige Museumsdirektor Dr. Udo Gößwald die Geschicke des Hauses lenkt.

Aus einem Schulmuseum wurde das „Gedächtnis der Region“. Die Naturgeschichte ist in den Hintergrund getreten, denn unser Bildungsauftrag widmet sich heute vorrangig der Geschichte und Gegenwart Neuköllns. Diesem Anspruch wollen wir auch an unserem neuen Standort in Britz gerecht werden.

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