Ausstellungen sind schön, machen aber viel Arbeit

Ordner über Ordner, Foto: Ines Gütt

Ordner über Ordner, Foto: Ines Gütt

So eine Dauerausstellung erfordert viel Recherche, Menschen, die Texte schreiben, die Bilder suchen, die Rechte klären und vieles mehr. Deshalb wollen wir an dieser Stelle allen danken, die seit Monaten an der neuen Ausstellung 99 x Neukölln arbeiten.

Doch wie macht man eigentlich so ein Konzept? Bei uns dreht sich alles um die Objekte. Hat man erstmal die Gegenstände ausgewählt, die präsentiert werden sollen, beginnt die eigentliche Arbeit. Woher kommt das Objekt? Wer hat persönliche Erfahrungen damit gemacht? Welche Bedeutung hat es für die Bewohner Neuköllns? Oder nehmen wir vielleicht doch in anderes Objekt?

In Büchern, Archiven, Zeitungen und auch im Internet wird nach Zeitzeugenberichten gesucht, Vergleiche werden gezogen und Meinungen abgewogen. Irgendwann hat man eine große Menge an Material, gut formulierte Texte und Bilder, welche man verwenden möchte und dann stellt man fest: Das ist ja alles zu lang! Kein Besucher kann so viel lesen! Wir müssen kürzen! Wort für Wort trennt man sich von lieb gewordenen Sätzen, formuliert um und überprüft noch mal jede Information. Das wird dann in eine Datenbank eingegeben und an Programmierer und Grafiker weitergereicht.

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