Fotografien und Erinnerungen – Die ersten Vorträge unserer aktuellen Veranstaltungsreihe

Wie schnell die Zeit vergeht – nun sind schon zwei der insgesamt acht Veranstaltungen innerhalb der Reihe „Endlich unsterblich? Vom Fotoalbum zu Facebook“ vorüber.

Den Auftakt bildete Frau Prof. Dr. Sibylle Einholz mit einem Vortrag zu den Berliner Fotografenateliers des 19. Jahrhunderts. Die Berliner Hochschulprofessorin lieferte einen spannenden Überblick zu den Fotografen der damaligen Zeit, ihren Ateliers, die oft unter Glasdächern in den oberen Etagen der repräsentativen Bauten entlang der Hauptstraßen zu finden waren, sowie zu den Personen, die sich im Atelier festlich porträtieren ließen. Informativ und mit Witz präsentierte die Fachfrau dem interessierten Publikum allerhand Bildmaterial, um die verschiedenen Facetten der damaligen Atelierinterieurs aufzuzeigen oder auch, um auf die immer wiederkehrenden Retuschen der Fotografen aufmerksam zu machen. Der Blick des Publikums wurde im Verlaufe des Vortrags geschult und so blieben unbeliebte Halteapparaturen und andere Hilfsmittel der Fotografen nicht lange unentdeckt.

Der Abend war zugleich für einige ehemalige Studentinnen von Frau Dr. Einholz ein gegebener Anlass für ein Wiedersehen.

Frau Prof. Dr. Einholz (sitzend) und Ihre Museologen zur Afutaktveranstaltung der Reihe „Endlich unsterblich? Vom Fotoalbum zu Facebook“, Foto: Bruno Braun

Frau Prof. Dr. Einholz (sitzend) und Ihre Museologen zur Afutaktveranstaltung der Reihe „Endlich unsterblich? Vom Fotoalbum zu Facebook“, Foto: Bruno Braun

Der zweite Vortrag der Kulturwissenschaftler Dr. Holger Brohm und Annie Hofmann in der Woche darauf knüpfte dabei hervorragend an die erste Veranstaltung an. Herr Dr. Brohm nahm die Zuhörer mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte des Fotoalbums, angefangen bei den aufwendig gestalteten, sehr üppigen Alben, die schon als Kunstwerk für sich gelten konnten bis hin zu Fotobüchern, wie man sie heutzutage via Internet zusammenstellen kann und per Post nach Hause geliefert bekommt. Annie Hofmann fokussierte ihren Vortrag auf Online-Communities wie Facebook und Flickr, die das klassische Fotoalbum ersetzt haben. Dabei beleuchtete sie die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten und sozialen Hintergründe, die für deren steigende Bekanntheit einen nicht unwesentlichen Beitrag leisten. Daran anschließend entwickelte sich eine anregende Diskussion mit allen Beteiligten, die für einen schönen Abschluss gesorgt hat.

Alles in allem war dies ein gelungener Auftakt der Veranstaltungsreihe und wir freuen uns auf weitere spannende Abende.

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