Museumsdirektor auf Abwegen

Emil Fischer um 1920

Emil Fischer um 1920

Als fleißiger Blog-Leser wissen Sie ja bereits, dass unser Museum 1897 von Emil Fischer gegründet wurde. Und außerdem wissen Sie, dass heute der Glossentag ist…

Deswegen plaudern wir nun mal ein wenig aus Emils Nähkästchen: Emil war nicht nur Museumsdirektor, er war auch verheiratet und zwar mit Frida. Und Frida war nicht nur Ehefrau, sondern auch Sängerin. Das hat dem Emil so gut gefallen, dass er das jedem erzählt hat, besonders gern der Rixdorfer Zeitung. Und das fanden die Redakteure eigentlich nicht so richtig toll:

 

An Herrn Lehrer Emil Fischer zu Rixdorf!

„Wir ersuchen Sie wiederholt, uns mit Reklameartikeln für Ihre Frau endlich verschonen zu wollen. Sollten Sie fortfahren, die Aufnahme der von Ihnen uns übersandten Artikel erzwingen zu wollen, so würden wir uns leider genötigt sehen, uns an die zuständige Stelle zu wenden, damit Ihrer erstaunlich vielseitigen nebenamtlichen Betätigung – es sind ja wohl bloß vier einträgliche Nebenämter, die Sie versehen – ein Ende gesetzt werde.“ (Rixdorfer Zeitung vom 26.11.1909)

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen…

Außer dem letzten Willen vielleicht, den der Museumsdirektor uns hinterlassen hat. Sehr engagiert der Mann!


Der Fluch des Emil Fischer - kurz vor seinem Tod verfasst

Der Fluch des Emil Fischer

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