Ein Stolperstein für Heinrich Uetzfeld

Bei unseren Recherchen zu Bewohnern der Hufeisensiedlung erfuhren wir, dass Menschen, die in Häusern direkt auf unserem Schulweg gewohnt haben, zur Zeit des Nationalsozialismus Qualen erleiden mussten oder auch umgebracht wurden.

Bei der Stolpersteinverlegung für Heinrich Uetzfeld am 29. November 2013 hatten wir, die Klasse 8c des Albert- Einstein- Gymnasiums, die Möglichkeit einen Mann im Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu ehren, der von 1930 bis 1940 in der Parchimer Allee 7 wohnte.

Heinrich Uetzfeld war zwar nur ein einfacher Maschinenbauer, doch er hatte besondere Vorstelllungen der Politik, da er für eine Zusammenarbeit der SPD, KPD und der Gewerkschaften im Kampf gegen die Nationalsozialisten war.

Diese Meinung zu vertreten verlangte viel Mut und Durchhaltevermögen. Heinrich Uetzfeld machte trotz mehrfacher Verhaftungen mit der Verbreitung seiner Meinung weiter, bis er im Februar 1942 im KZ Dachau starb.

Wir bewundern Heinrich Uetzfeld für seinen Ehrgeiz, etwas zu verändern und sich für Demokratie einzusetzen.

Wir ehrten Heinrich Uetzfeld mit einer gemeinsam vorbereiteten Rede. Doch mehr noch als alle Worte trugen unsere Mitschüler mit ihrem Saxophon- und Geigenspiel zur stimmungsvollen Ehrung bei. Wir haben uns besonders gefreut, dass auch viele unserer Eltern zu unserer ersten Stolpersteinverlegung kamen und dass so viele Passanten stehen blieben.

(Duygu und Maria)

Haben Sie auch Interesse an der Verlegung eines Stolpersteins? Das Museum Neukölln ist Ihnen gern dabei behilflich: stolpersteine@museum-neukoelln.de bzw. 030 627 277 722. Für die pädagogische Betreuung: museumslehrer@museum-neukoelln.de bzw. 030 627 277 718 /-717.
Collage

(Abbildungen: obere Reihe und links unten Foto: Barbara Hoffmann; rechts unten Foto: Cora Jacoby)

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