Unsere Objekte werden durchleuchtet!

Blog Scan 1Einen Besuch der besonderen Art unternahmen wir am 29. April, als wir mit drei Objekten aus der Ausstellung „99 x Neukölln“ nach Alt-Friedrichsfelde fuhren. Im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung erwartete uns Herr Fritsch, um die Urne, den Deutschen Kleinempfänger und den Mammutunterkiefer „in die Röhre“ zu schieben.
Das Museum Neukölln ist seit letztem Jahr an einem Kooperationsprojekt mit dem 3D-Labor der Technischen Universität beteiligt. Ziel ist es, ausgewählte Objekte aus der ständigen Ausstellung zu scannen, um dann mit einem 3D-Drucker Reproduktionen in Gips und Kunststoff herzustellen. In didaktischen Workshops für verschiedene Zielgruppen werden die Nachbildungen zum Einsatz kommen. Da nach dem Scan eine digitales Abbild vorliegt, kann das Objekt dann in Originalgröße,verkleinert oder vergrößert ausgedruckt werden. Gleichzeitig ist es durch den Rundum-Scan möglich, auch die Rückseite eines Objektes in der digitalen Objekt-Präsentation in der Ausstellung anzusehen. Durch die Computertomografie ist es nun sogar möglich geworden, das Innenleben ausgewählter Objekte sichtbar zu machen: so können unsere Besucher in naher Zukunft zum Beispiel den Deutschen Kleinempfänger von innen betrachten oder erfahren, was sich unter dem Deckel der eiszeitlichen Urne befindet.

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Mit dem Ausdruck des Kamms der „Britzer Prinzessin“ können sich kleine Prinzessinnen von heute die Haare kämmen, Sehbehinderte und blinde Menschen können das Wachssiegel, bzw. den Ausdruck des Siegels der Familie von Hertzberg ertasten und wer wollte nicht schon immer mal die Furchen des Mammutzahns haptisch erfassen? All dies wird bei uns bald möglich sein! Und wenn alle Arbeiten im 3D-Labor abgeschlossen sind, werden wir Ihnen die Ergebnisse selbstverständlich gerne präsentieren.

(Abbildung oben: Die Urne auf dem Weg ins CT, Foto: Julia Dilger; unten: Das erste Bild der gescannten Urne, Foto: Julia Dilger)

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