Um 16 Uhr hat die verruchte Deutsche Armee kapituliert.

Der Schneider Hugo B. schreibt am Donnerstag, den 2. Mai 1945 in sein Tagebuch:

„Heute haben wir unsere Sachen aus dem Keller herauf gebracht (…) Wir bleiben heute das erste Mal wieder in der Wohnung. Es gibt Brot beim Bäcker – tausende stehen danach an. In der Stadt immer noch Kämpfe zwischen Russen und deutschen „Wehrwölfen“. –

Um 16.00 hat die verruchte Deutsche Armee kapituliert. Hitler, der Größenwahnsinnige, soll (!) sich erschossen haben. Ich glaube nicht daran, denn das ist viel zu feige. Abends habe ich alles verdunkelt und beim Schein einer Kerze noch etwas gelesen.“

(aus den Tagebüchern des Neuköllner Schneiders Hugo B.. (1. Januar 1941 bis 14. Mai 1945, S. 112, unveröffentliches Manuskript, Museum Neukölln)

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