Hundesteuer – Luxus oder Notwendigkeit?

Hundemarke, Foto: Friedhelm Hoffmann

Hundemarke, Foto: Friedhelm Hoffmann

Dogge Leoney aus Neukölln, Foto: Museum Neukölln

Dogge Leoney aus Neukölln, Foto: Museum Neukölln

Eine Hundemarke dient der Identifizierung von Hunden und beweist außerdem, dass der Halter ordnungsgemäß seine Hundesteuer entrichtet hat. Seit 1830 wird die Hundesteuer in Berlin erhoben, die Rixdorfer Hundebesitzer werden allerdings erst vier Jahre später zur Kasse gebeten. Die Einführung der Hundesteuer hängt mit der Großstadtwerdung Berlins zusammen, da sind sich Hundekot und Bürgersteig näher, als man denkt. Aber die Steuer wird nicht etwa zur Beseitigung jener übel aussehenden Haufen erhoben – nein, damit soll die Pflasterung mit Gehwegplatten vor den Häusern finanziert werden.

In Neukölln gibt es heute fast 10 000 Hunde, für die Hundesteuer abgeführt wird. 120 Euro muss Herrchen dafür jährlich berappen. Ein dauerndes Ärgernis sind allerdings die Hinterlassenschaften der Vierbeiner. In Berlin gibt es 130 000 Hunde, die etwa 40 Tonnen Hundekot jährlich produzieren. Und es werden immer mehr, denn die Zahl der Hunde steigt täglich. Von der Beiß-Statistik wollen wir gar nicht erst reden, das ist ein ganz anderes Thema.

Ihr Wissensnetz zum Thema Hundemarke können Sie in unserer zukünftigen Ausstellung erweitern.

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