Eigentümer Erlach: Verkauf nach Jobverlust

Sigismund von Erlach (1672–1722), ersteht Ende 1707 das Gut für 15. 000 Taler. 7.000 Taler muss Erlach außerdem an die letzten Mitbesitzer von Britz, die Erben des Kammergerichtsadvokaten Friedrich Müller, zahlen. Hofmarschall von Erlach vollendet den Neubau des Gutshauses. Das massive Gebäude mit zwei Stockwerken ist noch heute in der Grundform des Schlosses Britz enthalten. Ob sich seine Investition für ihn am Ende ausgezahlt hat, ist fraglich. Jedenfalls trennt er sich 1713, neun Jahre vor seinem Tod, wieder von dem Anwesen und veräußert es für 30.000 Taler an Friedrich Wilhelm Graf von Schwerin (1678–1727), Oberhofmeister der Königin Sophie Luise. Grund für den Verkauf: Unmittelbar nach seiner Thronbesteigung am 25. Februar 1713 hatte Friedrich Wilhelm I vielen Staatsdienern, darunter auch Erlach, gut dotierte Ämter entzogen, um die angespannte Haushaltslage in den Griff zu bekommen.

Kommentieren

Weitere Einträge: