Neues Erbrecht per königlichem Ukas

Nach Sigismund von Erlach folgte als Besitzer des Rittergutes im Jahr 1713 Friedrich Wilhelm Reichsgraf von Schwerin. Er war nur sechs Jahre Eigentümer und überließ das Gut in dieser Zeit dem Pächter Caspar Rübner, den er von seinem Vorgänger Erlach übernommen hatte. Schwerin selber hielt sich meist auswärtig auf. Ab 1716 war er als Gesandter in Wien, ab 1723 in Dresden. Das wichtigste Ereignis in der Zeit Schwerins, das auch für das Gut Britz erheblichen Einfluss haben sollte, war ein Erlass durch den König Friedrich-Wilhelm I: Die Lehngüter 1717 wurden von Allodial- in Erbgüter umgewandelt. Durch das neue Recht durften die Gutsherren erstmals frei über ihr Gut verfügen und brauchten nicht mehr die Zustimmung des Königs in der Erbfolge. Auch Ehefrauen und weibliche Nachkommen waren nun mögliche Erben. Quelle: 300 Jahre Schloß Britz, herausgegeben von Freunde und Förderer Schloß Britz e. V., Berlin 2006

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