Königlicher Berater und Gartenkünstler

Heinrich Rüdiger von Ilgen, Foto: Museum Neukölln

Heinrich Rüdiger von Ilgen, Foto: Museum Neukölln

Mit Heinrich Rüdiger von Ilgen wird 1719 einer der wichtigsten außenpolitischen Berater des Königs Gutsbesitzer.  Der vermögende Ilgen sah einen eigenen gutsherrschaflichen Besitz als wichtiges Statussymbol. Der Minister übernahm ein höchst kultiviertes Anwesen mit Weinbergen, Äckern, Wiesen,  Fischereien und Holzungen.

Ilgen hatte 1693 in Königsberg Maria Lodovica Droste, die Tochter des Königsberger Bürgermeisters Karl Droste, geheiratetet. Das weltoffene Paar verband offenbar auch eine Vorliebe für kostbare exotische Gewächse.  Sie pflanzten die von Friedrich I aus Hamburg bezogene und ihnen geschenkte erste Robinie Norddeutschlands 1719 in den Britzer Gutsgarten. Der Baum stammte aus Amerika. Ilgen blieb bis zu seinem Tod, am 6. Dezember 1728, Besitzer des Gutes Britz und gilt als Begründer der bis heute berühmten Britzer Gartenkunst. Die Robinie starb erst 1937, 209 Jahre nach Ilgens Tod, ab.

Kommentieren

Weitere Einträge: