Erstmals weibliche Erben

Die von Friedrich Wilhelm I im Jahr 1717 verfügte Änderung des Erbrechts hatte auch auf dem Gutshof Britz Folgen: Im Jahr 1728, zum ersten Mal in der Geschichte des Britzer Gutshauses, erbten die einzigen und weiblichen Nachkommen das Anwesen direkt von Ilgen: Constantia Henriette (1702–1747), seit 1718 mit Erdmann Graf von Pückler (1687–1742) verheiratet, hatte ihren Anteil am Allodialgut*  Britz 1729 ihrer älteren Schwester Charlotte Louise für "15.000 Reichstaler zuzüglich einer gewissen Menge an Wolle und Getreide" verkauft. Die vier Jahre ältere Charlotte Louise war seit 1714 Gemahlin des Wirklichen Geheimen Etats- und Kabitnettsministers Friedrich Ernst Reichsfreiherr zu Inn- und Knyphausen (1678–1731), der Gesandter in Paris, Venedig, Dänemark und Holland war. Die Knyphausens und deren Kinder blieben bis 1753 Eigentümer des Gutes Britz.

* Das Allod (mittellateinisch Allod oder Allodium, althochdeutsch für „Gesamtbesitz“) bezeichnete im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Recht einen Besitz, über den dessen Eigentümer frei verfügen konnte.  Nach Wikipedia

Kommentare

  1. Rogler schrieb am 3. April 2010 um 09:43 Uhr

    Aktueller Termin (kein Aprilscherz):

    Vor genau 90 Jahren, am 1. April 1920, eröffnete die erste Neuköllner Gartenarbeitsschule, deren Leiter der Lehrer August Heyn (1879-1959) war.
    Zu dessen Verdiensten, zur Geschichte und zu den verschiedenen Standorten der Gartenarbeitsschulen in Neukölln gibt es zeitgenössische und neuere Veröffentlichungen, die zuletzt meist von Dieter Henning stammen. (vgl. Schulreform… Das Versuchsfeld Berlin-Neukölln Band 1+2, 1993)

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