Britz wird Mustergut

von Hertzberg, Repro: Museum Neukölln

von Hertzberg, Repro: Museum Neukölln

Es gab eine ganze Reihe bedeutender Persönlichkeiten unter den früheren Gutsbesitzern. Die wohl bedeutendste davon war der Etat- und Kriegsminister Ewald Friedrich Graf von Hertzberg, der das Gut seit 1753 für seine Ehefrau, Hyma Maria, führte. Hertzberg bleibt 42 Jahre, bis zu seinem Ableben, Gutsverwalter, die letzten Jahre, seit 1789 als alleiniger Besitzer.

Der Staatsmann, Ökonom, Landwirt und Gelehrte Hertzberg hat als Politiker die Friedensschlüsse in Hubertusburg (1763) und Teschen (1779) mitverhandelt. Aus lokaler Sicht besonders wichtig war Hertzbergs erfolgreicher Ausbau des Gutes Britz zu einem Mustergut. Hertzberg erkannte die Marktnähe zur Großstadt Berlin und wusste das zu nutzen. Insbesondere die Bedeutung des Frischmilchabsatzes in die nahe Metropole hatte er schneller erkannt als andere und stellte das Gut Britz entsprechend um.

Durch den Grafen Hertzberg erhielt Britz 1765 zudem seine erste Mühle und 1774 ließ Hertzberg ein Schulhaus bauen.

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