Schimmel ist der größte Feind

16 Seiten umfasst die „Klimaerhebung in den Räumlichkeiten des Geschichtsspeichers auf dem Gutshof Britz“ durch die Alscher & Dempwolf Restaurierung GbR. Einen großen Teil der Abhandlung umfasst die Vermeidung und den Umgang mit Schimmel, treuherzig als „biologischer Arbeitsstoff“ bezeichnet. Die Hinweise, die für eine umsichtige Prävention gegeben werden, sollte auch jeder daheim beherzigen:

Anzustreben sind eine Raumtemperatur vom 16–18° C und eine relative Feuchte von 50-55 %. Eine dauerhafte Luftfeuchte von über 65% bei einer Raumtemperatur von über 22° C wird fast zwangsläufig zum Wachstum von Schimmel führen, bei eine relativen Feuchte von 90% bereits nach drei Tagen.

Aber auch häufige Klimaschwankungen im Magazin begünstigen durch die Gefahr von Kondenswasserbildung das Schimmelwachstum. Wichtiger als das Erreichen bestimmter Idealwerte sind daher möglichst konstante Klimabedingungen. Grundlage ist dafür die regelmäßige Messung der Raumtemperatur und der relativen Feuchte. Durch eine gleichmäßige Luftzirkulation sollten Bereiche mit permanent erhöhter Luftfeuchtigkeit  (Wände, Raumecken) vermieden werden.

Kommentare

  1. Falco schrieb am 13. April 2010 um 16:50 Uhr

    Hallo Herr Marheinecke,

    das ist ja wirklich spannend. Kann man nur hoffen, dass dann im benutzbaren Geschichtsspeicher das aufgeheizte und athmungsaktive Publikum, vornehmlich Schülerinnen und Schüler, die Kondenswasserbildung nicht zu sehr vorantreiben.
    Gibt es dann vom Jobcenter genehmigte Stellen als Luftfeuchtigkeitsmesser/innen?

    Da sich der Geschichtsspeicher ja auf dem Dachboden befindet, müsste dieser Teil des Gebäudes erstaunlich gut isoliert sein, damit er sich nicht über die Raumtemperatur von 22 Grad Celsius begibt.
    Wie wurde das erreicht?

    Wieso, weshalb, warum: wer nicht fragt bleibt dumm.

    Viele Grüße, Falco.

  2. Thomas Marheinecke | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Kulturnetzwerk Neukölln schrieb am 19. April 2010 um 09:59 Uhr

    Vielen Dank für das spezielle Interesse, aber ich bin leider kein Ingenieur. Könnte nur einen Kontakt zu den Architekten vermitteln.
    Ich wollte vor allem auf Empfehlungen hinweisen, die auch für das tägliche Leben gelten.

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