Neukölln Unlimited

Wie wäre es am Wochenende mal wieder mit einem Kinobesuch? Seit vergangener Woche läuft ein Film in den Kinos, der ein Stück Leben in Neukölln zeigt – aus der Perspektive einer Migrantenfamilie. Gedreht wurde unter anderem in der Rütli-Schule. Niels aus Neukölln schreibt:

Ich hatte die Gelegenheit, den Film in einem Neuköllner Kino zu sehen. Der Film dokumentiert das Leben einer in Neukölln wohnenden Einwandererfamile aus dem Libanon, der die Abschiebung zurück in ihr „Heimatland“ droht.

Die drei Kinder Hassan, Lial und Maradonna, die allesamt in Deutschland geboren sind, setzen ihre musikalischen und sonstigen  künstlerischen Talente ein, um den finanziellen Unterhalt der Familie zu sichern und somit die Abschiebung zu verhindern. Sehr gut porträtiert ist das Unverständnis der Kinder über die geplante Rücksendung, da sie sich als Deutsche fühlen und keinen Bezug zu ihrem sogenannten Heimatland haben.

Trotz der für die Familie belastenden Situation sorgt die ungebrochene Lebensfreude und das Engagement der Kinder dafür, dass der Film eine durchweg positive Grundstimmung hat und an vielen Stellen auch gelacht werden kann. Mir hat der Film sehr gut gefallen.

Neukölln Unlimited, 96 Minuten, Regie: Agostino Imondi, Dietmar Ratsch, Drehbuch: Agostino Imondi, Musik: Eike Hosenfeld, Moritz Denis und Tim Stanzel, z. Zt. zu sehen: Neues Off, Passage Kinos

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