Führungen

Spuren jüdischen Lebens in Neukölln

Stadtteilführung
Mit Raymond Wolff (Historiker)
2. Oktober 2010, 14 Uhr

 

Neukölln hatte 1933 etwa 3000 Bürger jüdischen Glaubens, die zum größten Teil genau so den ärmeren Schichten zugehörig waren, wie der Rest der Bevölkerung auch. Allerdings wirkten einige Neuköllner Juden für den Fortschritt im Bereich des Gesundheits- und Erziehungswesens weit über die
Grenzen des Bezirks hinaus: Neukölln als Experimentierfeld, beispielsweise durch die Gründung der weltlichen Schulen (Kurt Löwenstein) oder die Volksbüchereien (Helene Nathan). Das Wissen über jüdisches Leben im innerstädtischen Bereich ist erheblich größer als in Randbezirken wie Neukölln. Der Spaziergang soll dieses Defizit ausgleichen.

Treff: Ganghoferstraße 3 (vor dem Stadtbad)
Dauer ca. 2,5 Stunden
Preis: 5 €, ermäßigt: 3,50 €
Bitte anmelden: (030) 627277-727

 

Kurt Löwenstein (Foto: Museum Neukölln)

Kurt Löwenstein (Foto: Museum Neukölln)

Friedhof Columbiadamm – 200 Jahre Sterben für das Vaterland

Eine kritische Begehung
Mit Arndt Beck, Fotograf
5. September 2010, 11 Uhr


Seit fast 200 Jahren spiegelt der Friedhof Columbiadamm die Geschichte des soldatischen Sterbens für das Vaterland. 1813 begrub man an dieser Stelle in einem Massengrab Lazarett-Tote der sogenannten Befreiungskriege, etwa 50 Jahre später legte man ebenda – zwischen den Schießständen in der Hasenheide und  dem Exerzierplatz Tempelhofer Feld – den neuen Garnisionfriedhof an. Seine Bedeutung erlangte er weniger durch prominente Beerdigungen, als durch die erstaunliche Anzahl von Ehrenmalen, die sich im Laufe der Zeit hier sammelten.
Der Friedhof gibt heute einen fast unverfälschten Einblick in die  Geschichte der steinernen Gedenkkultur um den Soldatentod, die – wie die Diskussion um das geplante Bundeswehrehrendenkmal zeigt – ebenso aktuell wie in ihrem Wesen unverändert ist.

Treff: Haupteingang Friedhof Columbiadamm
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 5 €, ermäßigt: 3,50 €.
Bitte anmelden: (030) 627277-727

Zu dem Thema ist ein Buch von Arndt Beck und Markus Euskirchen erschienen (Karin-Kramer-Verlag):

Die beerdigte Nation – "Gefallenen"- Gedenken von 1813 bis heute

Das Buch ist über Arndt Beck erhältlich.

Friedhof Columbiadamm (Foto: Arndt Beck)

Friedhof Columbiadamm (Foto: Arndt Beck)

Friedhof Columbiadamm  (Foto: Thomas Marheinecke)

Friedhof Columbiadamm (Foto: Thomas Marheinecke)

Das Böhmische Dorf

Ein Phänomen in der Großstadt
Mit Cornelia Hüge, Kunsthistorikerin
9. Oktober 2010, 14 Uhr

Auf dem Weg durch das Böhmische Dorf – 1737 von protestantischen Glaubensflüchtlingen angelegt und mitten in der Großstadt erhalten geblieben – wird die Geschichte der Böhmen in Rixdorf lebendig. Der Spaziergang durch das kulturhistorisch bedeutende Ensemble führt durch ländliche Gassen, zu ehemaligen Kolonistenhäusern und Betsälen (teilweise mit Innenbesichtigung) und endet mit einem Besuch des Böhmischen Gottesackers.

Treff: Richardstraße 97
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 5,- €, ermäßigt: 3,50 €
Bitte anmelden:  (030) 627277-727

 

Blick in die Kirchgasse, dreißiger Jahre (Foto: Museum Neukölln)

Blick in die Kirchgasse, dreißiger Jahre (Foto: Museum Neukölln)

die hasenheide

Ein Spaziergang durch das grüne Neukölln
Mit Rainer Pomp, Historiker

22. August/10. Oktober 2010, jeweils 11 Uhr

Das Grenzgebiet Neuköllns zu Tempelhof und Kreuzberg ist die Hasenheide. Diese Grünanlage von Nordneukölln hat eine facettenreiche Geschichte und Gegenwart: Vom Hasen- zum Tiergehege, als Sportstätte seit Turnvater Jahn, als Begegnungsstätte der christlichen Kirchen, des Islam und des Hinduismus, als militärischer Übungsplatz, als Ort von Verbrechen und selbstverständlich als Tummelplatz des Vergnügens, denn „In Rixdorf ist Musike“..
Auf dem Rundgang lernt man all diese Plätze kennen und auch, wie sich die Hasenheide verändert hat.

Treff: Eingang Hasenheide gegenüber dem Columbiabad bei der Fußgängerampel (Buslinie 104 Sommerbad Neukölln)
Dauer ca. 2,5 Stunden
Preis: 5 €, ermäßigt: 3,50 €
Bitte anmelden: (030) 627277-727

Die neue Welt in der Hasenheide (Sammlung Museum Neukölln)

Die neue Welt in der Hasenheide (Sammlung Museum Neukölln)

In der Hasenheide (Sammlung Museum Neukölln)

In der Hasenheide (Sammlung Museum Neukölln)

Neukölln LiteraTour 1

Ein literarischer Kiezspaziergang
Mit Antonia Schui, Diplompädagogin
11. September 2010, 15 Uhr


Wer weiß schon, welche bekannten oder weniger bekannten Neuköllner Orte in die Literatur eingegangen sind? Und dies durch teilweise heute schon wieder fast in Vergessenheit geratene Schriftstellerinnen und Literaten, die einst in Neukölln gewirkt haben. So war die Schriftstellerin Charlotte Wolf bis 1933 in Neukölln als Sexualberaterin und Ärztin tätig. Der Schriftsteller Karl Schröder, der im Widerstand gegen die Nationalsozialisten aktiv war, lebte und arbeitete in Neukölln. Aber auch heute ist Neukölln der Wohnort bekannter Autoren. So leben zum Beispiel die derzeitige Bachmann-Preisträgerin Kathrin Passig und die Schriftstellerin Erica Fischer („Aimee und Jaguar“) in Neukölln.

Treff: Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Str. 83
Dauer: 2 Stunden
Preis: 5 €, ermäßigt: 3,50 €
Bitte anmelden: (030) 627277-727

Erica Fischers Buch:

Erica Fischers Buch: "Aimee & Jaguar" (Foto:Kiepenheuer & Witsch)

Von Erich Mühsam bis Hanno Günther

Gedenktafeln für Nazi-Gegner in der Hufeisensiedlung
Mit Ursula Bach, Politologin
18. September 2010, 15 Uhr


Vier Gedenktafeln und -steine in der Britzer Hufeisensiedlung erinnern an Menschen, die sich mit ihren gesellschaftlichen Ideen und ihrem politischen Handeln gegen den Nationalsozialismus stellten und deswegen vom NS-Regime mit dem Tode bedroht wurden. Neben dem Erbauer dieser ersten großen Modellsiedlung des Reform-Wohnungsbaus in Berlin, dem Architekten Bruno Taut, werden hier bekannte damalige Bewohner der Siedlung geehrt. Ebenfalls wird auf der Führung an den Widerstand einiger Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung erinnert, für die es bisher noch keine Gedenktafeln gibt.

Treff: Parchimer Allee / Ecke Fritz-Reuter-Allee
Dauer: 2 Stunden                                                                  
Preis: 5,- €, ermäßigt 3,50
Bitte anmelden: (030) 627277-727 

                                             

Gedenktafel für Erich Mühsam in der Hufeisensiedlung (Foto: Bruno Braun)

Gedenktafel für Erich Mühsam in der Hufeisensiedlung (Foto: Bruno Braun)

Magistrale im Wandel - Die Karl-Marx-Straße

Stadteilführung
mit Cornelia Hüge, Kunsthistorikerin
4. September 2010, 14 Uhr                           

Aspekte der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbinden sich in einem Straßenspaziergang, der in luftiger Höhe am Hermannplatz beginnt und am Bahnhof Neukölln endet. Näher betrachtet werden architektur- und stadthistorisch bemerkenswerte Ensembles aus der Zeit um 1900 sowie in letzter Zeit neu gestaltete Areale. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Sanierungsmaßnahmen und andere Aktivitäten, die derzeit unternommen werden, um Neuköllns prominenteste Straße attraktiver zu gestalten.
Treff: Karstadtgebäude Hermannplatz/Restaurant-Terrasse
Ein Teil der Strecke wird mit der U-Bahn zurückgelegt.

Preis: 5 €, ermäßigt: 3,50 €
Bitte anmelden! (030) 627277-727

Die Magistrale - Karl-Marx-Straße in Neukölln (Foto: Paula Landmann)

Die Magistrale - Karl-Marx-Straße in Neukölln (Foto: Paula Landmann)

Nord-Neukölln

Schriller Szenebezirk, idyllische Parkanlagen, verwunschene Dorfromantik.
Eine Radtour durch Berlins "angesagtesten" Stadtteil
Mit Christa Emde, ADFC
3. Oktober 2010, 15 Uh
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Unsere Tour führt durch "Kreuzkölln" in die Hasenheide. Seit mehr als 100 Jahren kämpft dieser Volkspark mit seinem schlechten Ruf und wird trotzdem heiß geliebt. Skaterbahn, Tiergehege, Open-Air-Kino gibt es ebenso wie einen (geplanten) Hindutempel, die vatikanische Nuntiatur und eine wunderschöne Moschee (Besichtigung). Weiter radeln wir zum Tempelhofer Feld, - was ist geplant für das größte Freigelände Berlins? Die Tour endet im Böhmischen Dorf, dort gibt es das Denkmal des berühmten Soldatenkönigs, einen philosophisch-pädagogisch-theologischen Garten und ...  die größten Schnitzel Berlins.

Treff: Ganghoferstraße 3 (vor dem Stadtbad)
Dauer: ca. 2 Stunden, 15 km
Preis: 5,-€, ermäßigt: 3,50 €

Neukölln per Rad – Der Mauerradweg Neukölln

mit Christa Emde (ADFC)
19. September 2010, 13 Uhr

Der Neuköllner Teil es Mauerradweges beginnt am Lohmühlenplatz,. Wir radeln den Heidekampgraben entlang zum neuen Landschaftspark Rudow. Am Wege Tafeln zur Geschichte der Berliner Mauer, Denkmale und Spionagetunnel. Vom höchsten Berg Neuköllns schweift der Blick über das Gelände und die neuen Bauten des BBI. Zurück in den Norden Neuköllns geht es auf der RadialRoute 10 (RR10), die auf ruhigen Wegen bis zum Schloßplatz in Berlin- Mitte führt. Unsere Tour endet nach ca. 3 Stunden in Britz.

Treff: Rathausvorplatz, Karl-Marx-Straße 83

Dauer: ca. 3 Stunden, 15 km

Preis: 5, €, ermäßigt: 3,50 €

Bitte anmelden: (030) 627277-727

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